Neues Buch: "Badetag"

Umschlag
Salli Sallmann erzählt vom DDR-Alltag in den 70er Jahren, von den Hoffnungen, Ängsten und Sorgen der Bürger und von ihrem wachsenden Selbstbewusstsein, das sich immer wieder in kleinen Unmutsgesten gegenüber dem System zeigte.
Das tägliche Leben und Überleben in diesem Staat wird anhand dieser Prosa-Miniaturen und Gedichte greifbar und besonders auch für jüngere Generationen nachvollziehbar.
Die Lyrik und die Liedtexte entstanden bis zu Sallmanns Ausbürgerung 1977. Ein Teil fand sich in den Archiven der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, ein anderer Teil wurde vom Autor in der Haft auswendig gelernt und nach der Entlassung notiert.
Salli Sallmann liefert mit Badetag ein wichtiges zeitgeschichtliches Dokument, das einen unmittelbaren Einblick in den DDR-Alltag ermöglicht und die Machenschaften dieses Unrechtsstaates aufzeigt.

Badetag von Salli Sallmann ist der zehnte Band, der im Rahmen der "Verschwiegenen Bibliothek" erscheint. Die Herausgeber der Reihe, Ines Geipel und Joachim Walther, versammeln hier bisher weitgehend unbekannte, regimekritische Literatur jenseits des offiziell geduldeten DDR-Literaturkanons.

Salli Sallmann, 1953 in Chemnitz geboren, wurde 1971 zum Studium der Ingenieurökonomie zugelassen. In dieser Zeit begann er zu schreiben. Schon bald wurde ihm die Auftrittserlaubnis als Lyriker und Sänger entzogen, 1974 wurde er wegen "konterrevolutionärer Aktivitäten" exmatrikuliert. Als er seinen Wehrdienst ableistete, wurde er von der Stasi verhaftet und nach Westberlin abgeschoben. Dort holte er das Abitur nach und studierte unter anderem Germanistik. Sallmann arbeitet seit 1992 als Redakteur für Literatur beim rbb und ist als freier Autor und Musiker tätig.

zurück